Weniger Zucker in Lebensmitteln und Getränken – bei vollem Erhalt von Geschmack und Mundgefühl.
Die Nachfrage nach gesünderen, zuckerärmeren Lebensmitteln ist größer denn je. Übermäßiger Zuckerkonsum ist weltweit ein wachsendes Problem und trägt zum Anstieg von Fettleibigkeit, Diabetes und chronischen Krankheiten bei. Die WHO empfiehlt, den Anteil des freien Zuckers an der Gesamtenergiezufuhr auf unter 10 bzw. im Idealfall auf unter 5 % zu senken. Zur Umsetzung greifen viele Länder auf eine Zuckersteuer zurück.
Verbraucherinnen und Verbraucher suchen immer häufiger aktiv nach Produkten, die ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit langfristig unterstützen, ohne Kompromisse beim Genuss eingehen zu wollen. Auch Lebensmittel- und Getränkehersteller arbeiten aktiv daran, diese Entwicklung mit innovativen Produktkonzepten und neuen Rezepturen zu gestalten. Eine strategische Chance bieten dabei die Reduktion und der Ersatz von Zucker: Sie bedienen erfolgreich veränderte Verbraucherbedürfnisse, erfüllen gesetzliche Anforderungen und setzen mit neuen Produkten Impulse im Markt.
Zuckerreduktion ist kein einfacher 1:1-Austausch. Zucker übernimmt mehr Funktionen als nur die Süßung. Er gibt Fülle, rundet den Geschmack ab und beeinflusst Mundgefühl und Haltbarkeit. Genau diese Funktionen behalten wir bei der Produktentwicklung im Blick. Unser spezialisiertes Portfolio aus natürlichen Frucht- und Pflanzen-Ingredients, Süßungssystemen, Lösungen zur Geschmacksmodulation und Texturoptimierung ermöglicht es, Rezepturen gezielt auszubalancieren, für ein überzeugendes Geschmackserlebnis.
Entwickeln Sie gemeinsam mit uns gesündere Produkte mit überzeugendem Geschmack und entdecken Sie die Möglichkeiten für Ihr Portfolio.
Markt- und Verbraucher-Insights zur Zuckerreduktion
9% aller globalen Lebensmittel- und Getränkeeinführungen tragen einen „ohne/arm an/reduziert Zucker oder Kalorien“-Claim
(Quelle: Market Intelligence)
Die WHO empfiehlt, freien Zucker auf weniger als 10 % der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen – idealerweise auf unter 5 %.
(Quelle: WHO)
50 + Märkte haben eine Zuckersteuer, Abgabe oder ein Front-of-Pack-Warnsystem eingeführt
(Quelle: Consumer Research)
2 von 3 Verbrauchern achten aktiv auf den Zuckergehalt, bevor sie ein Lebensmittel oder Getränk kaufen
(Quelle: Consumer Research)
Zuckersteuer in Deutschland
Bereiten Sie Ihr Getränkeportfolio vor – ohne bei Geschmack und Markenprofil Kompromisse einzugehen.
Gesetzliche Änderungen, wie z.B. die mögliche Einführung einer Zuckersteuer, stellt die Industrie vor neue Herausforderungen. Zusammen mit Ihnen entwickeln wir passende Rezepturlösungen für Ihr Portfolio: mit natürlichen Ingredients, modernen Süßungssystemen und All-in-One Compounds.
Stand: September 2026. Die konkrete Ausgestaltung der geplanten Abgabe befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren.
Die sensorischen Herausforderungen der Zuckerreduktion – und wie man sie löst
Die sensorischen Herausforderungen der Zuckerreduktion – und wie man sie löst
Die sensorischen Herausforderungen der Zuckerreduktion – und wie man sie löst
| Süße | Volumen & Mundgefühl | Maskierung von Off-Notes | Bräunung & Farbe | Kosteneffizienz | |
|---|---|---|---|---|---|
| Herausforderung | Zucker beeinflusst mehr als nur die Süßeintensität. Er bestimmt auch, wie die Süße einsetzt, sich im Mund entwickelt und abklingt. Dieses Zusammenspiel trägt wesentlich zu einem vertrauten und natürlichen Geschmackserlebnis bei. | Zucker trägt in Produkten wie Getränken und Backwaren zu Volumen, Viskosität und Struktur bei. | Wenn Zucker reduziert wird, werden Bitterkeit, Adstringenz und andere unerwünschte Noten stärker wahrnehmbar. | In Backwaren unterstützt Zucker außerdem Bräunung und visuelle Attraktivität. | Zucker ist häufig kosteneffizienter als andere Alternativen. |
| Unsere Lösung | Unsere natürlichen Süßungssysteme und Produktlösungen berücksichtigen deshalb den gesamten Süßeverlauf und schaffen ein ausgewogenes Geschmacksprofil. | Lösliche Ballaststoffe, und Fruchtbestandteile helfen dabei, die gewünschte Textur und ein vollmundiges Mundgefühl zu erhalten. | Geschmacks- und Aromamodulation kann dazu beitragen, ein harmonisch ausgewogenes Geschmacksprofil herzustellen. | Funktionelle seltene Zucker mit Bräunungseigenschaften und natürliche Farben helfen, die gewünschte Optik des Produkts zu erhalten. | Ein optimal abgestimmtes Zuckerreduktionssystem trägt dazu bei, Produktleistung und Formulierungskosten in Einklang zu bringen. |
Innovative Süße
Basierend auf unserem hochwertigen Produktportfolio, langjährigem Entwicklungs-Know-how und globalen sowie regionalen Marktkenntnissen, können wir gemeinsam mit Ihnen die komplexen Herausforderungen bei Zuckerreduktion und -ersatz mit innovativer Technologie und Schnelligkeit umsetzen. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Ingredients, sondern die gesamte Rezeptur und stimmen die eingesetzten Komponenten gezielt aufeinander ab. So sichern wir unseren und Ihren Anspruch an Produkte, die hervorragende multisensorische Erlebnisse liefern und gleichzeitig eine gesündere Ernährung für ernährungsbewusste Konsumentinnen und Konsumenten unterstützen.
Mit unseren unterschiedlichen Entwicklungsansätzen ermöglichen wir Lebensmittel- und Getränkeherstellern, die wachsende Nachfrage nach gesünderen Produkten mit geringem Zuckergehalt auf unterschiedliche Weise zu erfüllen.
Stärken Sie mit Ihrem Angebot an gesünderen und zuckerreduzierten Optionen das Vertrauen und die Kundenbindung.
| Zuckerreduktion | Zuckerersatz | Neudefinition von Süße | |
|---|---|---|---|
| Zielstellung | Geringerer Zuckergehalt in vorhandenen Rezepturen. | Ersatz von herkömmlichem Zucker, wie z.B. Saccharose, durch natürliche und funktionelle Süßungsalternativen. | Integration von Ingredients, die zu einem stabilen Blutzuckerspiegel und einem gesunden Stoffwechsel beitragen. |
| Fokus | Reduzierung der Zuckeraufnahme zur Unterstützung von Gesundheitsinitiativen und Kundenwünschen. | Ersetzen von Zucker durch pflanzen- und fruchtbasierte Süße zur Unterstützung von Trends hin zu Clean-Label-Produkten und natürlichen Lösungen. | Angebot an gesundheitsfördernden Innovationen, die Funktionalität mit Genuss verbinden. |
| Regulatorische Auswirkungen | Geringere Belastungen durch Zuckersteuern. | Geringere Belastungen durch Zuckersteuern. | Unterstützung bei der Einhaltung von Vorgaben zu gesundheitsbezogenen Angaben. |
| Sensorisches Ergebnis | Erhalt der Süße bei niedrigerem Zuckergehalt. | Erhalt von Geschmack und Qualität durch Zuckerersatz. | Ausgeglichenes Süßeprofil und zusätzliche Vorteile für mehr Wohlbefinden. |
| Kundenvorteil | Gesündere, zuckerreduzierte Optionen mit geringerem glykämischem Index und weniger Kalorien bei gleichem Geschmack für verschiedene Zielgruppen. | Zuckerreduzierte oder zuckerfreie Optionen aus natürlichen Alternativen, inklusive Clean-Label Deklaration, bei gleichbleibendem Geschmackserlebnis. | Lebensmittel und Getränke, die für ein gleichmäßiges Energielevel, einen ausgewogenen Stoffwechsel und für allgemeines Wohlbefinden sorgen und dabei auf ganzheitliche Gesundheitsziele sowie langfristige Gesundheitsvorteile abgestimmt sind. |
Wichtigste Erkenntnisse:
Wichtigste Erkenntnisse:
Wichtigste Erkenntnisse:
Zuckerreduktion nach Applikation
Je nach Produktkategorie verändern sich die Eigenschaften bei einer Zuckerreduktion völlig unterschiedlich. Wählen Sie Ihre Kategorie aus, um mehr über die technologischen Herausforderungen, realistische Reduktionsgrenzen und die passenden Lösungen von Döhler zu erfahren.
Regionale regulatorische Rahmenbedingungen und Clean-Label-Aspekte
Süßungsmittel-Zulassungen, Claim-Formulierungen und Kennzeichnungsgrenzwerte variieren je nach Markt. Wählen Sie die Region für Ihren Produktstart aus, um die geltenden Rahmenbedingungen zu sehen. Döhler`s Regulatory-Affairs-Team unterstützt Sie weltweit bei der Erstellung aller notwendigen Zulassungsdossiers.
Häufig gestellte Fragen zu Zuckerreduktion
Kein einfacher Austausch, sondern ein durchdachtes System: natürliche Süßungsmittel für die Süße, Geschmacksmodulation zur Maskierung von Bitterkeit und Fehlaromen sowie texturgebende Komponenten für Fülle und Mundgefühl. So bleibt das sensorische Profil des Originalprodukts perfekt erhalten.
Eine erfolgreiche Zuckerreduktion betrachtet die gesamte Rezeptur. Neben der Süße beeinflusst Zucker unter anderem Geschmacksbalance, Mundgefühl und Aromawahrnehmung. Je nach Produkt können beispielsweise Süßungslösungen, natürliche Aromen aus dem Bereich Taste Modulation und texturgebende Ingredients eingesetzt oder als Grundstoff-Lösung kombiniert werden, um das gewünschte sensorische Profil auch bei reduziertem Zuckergehalt zu erreichen.
Zucker erfüllt in Lebensmitteln und Getränken mehrere Funktionen. Neben der Süße kann er Körper und Textur beeinflussen, Aromen ausbalancieren oder unerwünschte Geschmacksnoten maskieren. In bestimmten Applikationen trägt er außerdem zu Bräunung, Struktur oder Stabilität bei. Deshalb erfordert Zuckerreduktion häufig eine Anpassung mehrerer Bestandteile der Rezeptur und nicht nur den Austausch eines einzelnen Ingredients.
Der geeignete Ansatz hängt von Produkt, gewünschtem Reduktionsgrad, sensorischem Ziel und Positionierung ab. Von der schrittweisen Reduktion bis zur umfassenden Reformulierung, bei denen auch Textur, Aroma und weitere funktionelle Eigenschaften neu ausbalanciert werden, bietet Döhler verschiedenste Lösungen an. Dazu gehören Döhlers SweetForce-Produkte, die auf regionale und applikationsspezifische Präferenzen abgestimmt sind. Zusätzlich können je nach Zielbild Taste-Modulation-Lösungen oder weitere Ingredients für ein optimiertes Mundgefühl zum Einsatz kommen.
Taste Modulation kann dabei unterstützen, die sensorischen Veränderungen auszugleichen, die durch einen geringeren Zuckergehalt entstehen. Dazu gehören beispielsweise eine veränderte Intensität oder ein anderes Süßeprofil sowie stärker wahrnehmbare Bitterkeit, Säure oder andere Geschmacksnoten. Ziel ist ein ausgewogenes Geschmacksprofil, das auf die jeweilige Rezeptur abgestimmt ist.
Für nährwertbezogene Angaben gelten in der EU definierte Voraussetzungen. Für die Angabe „zuckerreduziert“ muss der Zuckergehalt grundsätzlich mindestens 30 % unter dem eines vergleichbaren Produkts liegen; bei einer Zuckerreduktion darf zudem der Energiegehalt nicht höher sein. „Zuckerarm“ ist bei festen Lebensmitteln bis 5 g Zucker pro 100 g und bei Flüssigkeiten bis 2,5 g pro 100 ml zulässig. Für „zuckerfrei“, wie beispielsweise Zero-Getränke, gilt ein Höchstwert von 0,5 g pro 100 g beziehungsweise 100 ml.
Die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ ist zulässig, wenn weder Mono- oder Disaccharide noch andere Lebensmittel wegen ihrer süßenden Wirkung eingesetzt werden. Enthält das Produkt von Natur aus Zucker, sollte dies entsprechend auf dem Etikett angegeben werden. Die konkrete Rezeptur und Kennzeichnung sollte immer für den jeweiligen Zielmarkt geprüft werden.
Ja. Die Funktion von Zucker und damit auch die Anforderungen an eine Reformulierung unterscheiden sich deutlich zwischen beispielsweise Softdrinks, Säften und Nektaren, pflanzlichen Drinks, Milchprodukten oder Backwaren. Während bei Getränken häufig Süßeprofil, Aroma und Mundgefühl im Vordergrund stehen, können bei festen Lebensmitteln zusätzlich Struktur, Volumen oder Bräunung relevant sein.
Döhler kombiniert Ingredient-Lösungen mit Applikationsexpertise, um Rezepturen auf das jeweilige Produkt und Reduktionsziel abzustimmen. Dazu können unter anderem Süßungslösungen, natürliche Aromen aus dem Bereich Taste Modulation, Frucht- und Gemüse-Ingredients und Texturgeber sowie komplette Grundstoff-Lösungen beitragen. Döhler unterstützt vom Konzept über die Rezepturentwicklung und Marktinformationen bis zur regulatorischen Expertise. Darüber hinaus bietet das eigene Sensory & Consumer Science Team die Möglichkeit, Reformulierungen vorab hinsichtlich Konsumentenakzeptanz zu testen.
Eine Zuckerreduktion kann je nach Produkt unterschiedliche Anforderungen an die Rezeptur stellen. Wenn gleichzeitig eine Clean-Label-Positionierung angestrebt wird, müssen eingesetzte Komponenten, gewünschter Reduktionsgrad, Geschmack und Funktionalität gemeinsam betrachtet werden. Je nach Anwendung können beispielsweise Süßungslösungen, Frucht- oder Gemüse-Ingredients, Fasern oder andere funktionelle Ingredients dazu beitragen, den Zuckergehalt zu reduzieren. Natürliche Taste-Modulation-Lösungen unterstützen dabei das gewünschte sensorische Profil und können zugleich zu einer möglichst kurzen und verständlichen Zutatenliste beitragen. Da „Clean Label“ rechtlich nicht einheitlich definiert ist, sollte die konkrete Lösung immer auf Produkt, Zielmarkt und gewünschte Positionierung abgestimmt werden.
Nicht für jede Produktkategorie und Rezeptur lässt sich ein pauschaler Reduktionsgrad definieren, ohne das gewünschte sensorische Profil zu verändern. Deshalb kann es sinnvoll sein, neben der Reformulierung bestehender Produkte auch neue Getränkekonzepte zu entwickeln. Genau hier setzt unser Ansatz "Süße neu definieren" an: Über die reine Reduktion oder den Ersatz von Zucker hinaus können neue Produktkonzepte entstehen, die Genuss mit zusätzlicher Funktionalität verbinden und gezielt aktuelle Ernährungs- und Gesundheitstrends bedienen.
Sie möchten eine bestimmte Rezeptur reformulieren oder ein neues Produkt auf den Markt bringen?
Unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen während des gesamten Prozesses zur Seite: von der Neuformulierung der Rezeptur über Marktanalysen bis hin zur Markteinführungsstrategie und Unterstützung bei regulatorischen Angelegenheiten.